Badnjak
30. November 2020

Weihnachten in Serbien

Weihnachten in Serbien

  • 30. November 2020

Vielerlei Köstlichkeiten, Gastfreundschaft und wunderschöne Bräuche – das ist Weihnachten in Serbien. Unsere Housekeeper Ivana und Mirjana erzählen uns von ihrem „Badnje Vece“ (auf Deutsch Heiligabend) und haben drei Rezepte für uns vorbereitet, die es für ein klassisches, serbisches Weihnachtsessen braucht.

Ivana (Housekeeping Managerin)
Dorina (Frühstücksteam)

Weihnachtliche Bräuche in Serbien

Der „Badnjak“
Bei uns in Serbien beginnt Weihnachten bereits ganz bald in der Früh – der Vater geht mit seinen Söhnen in den Wald und schlägt eine junge Eiche bzw. den Ast einer Eiche. Genannt wird dieser „Badnjak“, wovon sich auch „Badnje Vece“, unser Wort für Heilig Abend, ableitet. Die Eiche wird dann nachhause getragen, wir bespritzen sie mit Wein und bestreichen sie mit Honig. In den Städten kauft man heute den „Badnjak“ auf dem Bauernmarkt oder in der Kirche als ein Gebinde aus trockenen Eichenästen mit welkem Laub.
Am Abend bringen wir den „Badnjak“ dann in die Wohnung/das Haus und legen ihn ins Feuer. Da die meisten Menschen in den Städten heute aber keinen Kamin mehr haben, werden stattdessen einige Blätter angezündet. Natürlich nur vorsichtig, damit nichts passiert!

 

Stroh in der Wohnung
Außerdem legen wir zu Weihnachten traditionell Stroh in einen Raum und verstecken darunter Süßigkeiten und Nüsse. Später öffnet jeder eine Walnuss. Wenn sie gesund ist, wird man ein gutes Jahr haben. Wenn die Nuss aber innen verfault ist, droht ein schlechtes Jahr.

 

Das „Cesnica“
In Serbien backen wir zu Weihnachten ein besonderes Brot. Wir nennen es „Cesnica“ (ausgesprochen Tschesnitza). In den Teig kommt eine Münze und auf das Brot stecken wir ein Zweiglein des „Badnjak“.  Später wird das Brot in so viele Stücke gebrochen, wie Anwesende da sind. Wer in seinem Stück dann die Münze findet, wird nicht nur das ganze Jahr über glücklich sein, sondern auch viel Geld haben. Kinder haben riesigen Spaß dabei!

 

Serbisches Weihnachtsessen
In Serbien gibt es zu Weihnachten ein großes Festmahl. Traditionell decken wir auch immer für eine Person mehr, als Familienmitglieder da sind – falls ein unerwarteter Gast kommt. Wir nennen ihn „Polozajnik“ (ausgesprochen Poloschajnik).

Cesnica (besonderes Brot zu Weihnachten in Serbien)
Platte mit Schnitzel, Gerolltes Käse-Hühnerfilet im Speckmantel und Roladen

Serbisches Weihnachtsessen

Karadjordjes Schnitzel ist ein paniertes Schnitzelgericht aus Serbien, das nach einem serbischen Revolutionär benannt ist. Es handelt sich dabei um ein gerolltes Kalbs- oder Schweineschnitzel, das mit Schlagobers oder Käse gefüllt ist, paniert und dann gebraten wird. Serviert wird es mit Bratkartoffeln oder Püree und Sauce Tartar.

 

Ergibt: 5-6 Portionen
Vorbereitungszeit: 30 Minuten
Gesamtzeit: 60 Minuten

 

Zutaten
500g Schweins- oder Kalbsschnitzel
Ca. 10 Löffel Semmelbrösel
Ca. 10 Löffel Mehl
3-4 Eier
250g Gouda oder ein anderer Käse
Salz
Öl

 

Zubereitung
Schnitzel mit Fleischklopfer flach klopfen. Dann eine dünne Käsescheibe in eine Ecke des legen und das Schnitzel so zusammenrollen, dass der Käse nicht herausrinnen kann. Nun das Schnitzel in Mehl, Eier und Semmelbrösel wälzen, 5 Minuten stehen lassen und anschließend im Öl zu braten beginnen. Das Schnitzel ist fertig, wenn es eine schöne braune Kruste hat.

 

Tipp: Zahnstocher verwenden, damit die Schnitzel beim Braten nicht aufgehen.

Rezept #2: Gerolltes Käse-Hühnerfilet im Speckmantel

Ergibt: 10 Portionen
Vorbereitungszeit: 30 Minuten
Gesamtzeit: 60 Minuten

 

Zutaten
5 Hühnerfilets
¼ Teelöffel Pfeffer
400g Frühstücksspeck
250g Gouda oder Emmentaler (wenn gewünscht)
Öl

 

Zubereitung
Das Hühnerfilet in dünne Scheiben schneiden. Dann ein Stück Käse auf das Filet legen und so einrollen, dass der Käse beim Braten nicht herausrinnen kann. Mit Speck umhüllen und zu Braten beginnen. Anschließend mit Bratkartoffeln oder Püree und verschiedene Salatsorten servieren.

 

Tipp: Zahnstocher verwenden, damit die Filets beim Braten nicht aufgehen.

Rezept #3: Gibanica (Käsestrudel)

Ergibt: 8-10 Portionen
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Gesamtzeit: 45-60 Minuten

 

Zutaten
500g Jufka Teigblätter (Billa, Spar oder türkische Geschäfte)
500g Käse (Feta oder ein anderer salziger Käse)
3-5 Eier
250g Joghurt
1 Joghurtbecher Mineralwasser (falls kein Mineralwasser vorhanden ist, in einem Becher Leitungswasser 2 Teelöffel Backpulver vermengen)
½ Joghurtbecher Öl
1 Teelöffel Salz

 

Zubereitung
Backofen auf 200 Grad vorheizen und ein Backblech mit Backpapier vorbereiten. Eier, Joghurt, Wasser, Öl, Käse und Salz zusammenmischen, dass eine schöne glatte Masse entsteht. Die vorbereitete Masse nun gleichmäßig auf den Jufka Teigblättern verteilen, einrollen und nebeneinander auf das Backblech legen. Diesen Vorgang wiederholen, bis das Backblech voll ist oder so viele Teigblätter gefüllt worden sind, wie gewünscht. Falls Masse überbleibt, kann diese zum Schluss mit einem Pinsel auf die fertigen Rollen gestrichen werden. Nun circa 30 Minuten bei 200 Grad im Ofen Backen. Der Käsestrudel kann ohne Beilage oder mit kalten Joghurt serviert werden.

#SchaniSchmäh

Heute mal kein Wienerisch! Dafür gibt's Serbisch to go:

Prijatno!

= Mahlzeit, Gruß zur Mittagszeit

Das könnte dich auch interessieren

Frau sitzt am Fenster im Hotelzimmer im Hotel Schani und schaut auf ihr Handy 26. August 2021

Smart Business

Artikel lesen
Schani's Garten aus der Vogelperspektive 19. September 2019

Schani’s Garten

Artikel lesen
3. Mai 2022

Hot In The City? Diese 7 Tipps wirken Wunder!

Artikel lesen
Mann und Frau in der Lobby des Hotel Schani Wien 7. Oktober 2021

Ausklang im Hotel Schani Wien

Artikel lesen
Wien im Schnee 28. November 2019

Was tun an grauen Wintertagen in Wien

Artikel lesen
Schani Team beim Charity Punsch Event 31. Dezember 2019

Schani’s Jahresrevue

Artikel lesen
Geschenke unter dem Christbaum 4. Dezember 2020

Weihnachten in Ungarn

Artikel lesen
Idanre Hills in Nigeria 18. Dezember 2020

Weihnachten in Nigeria

Artikel lesen
Volksgarten aus Vogelperspektive 29. Mai 2020

Flanieren durch das Herzstück Wiens nach Corona

Artikel lesen
Tische und Sessel in Schani's Rooftop 25. Juli 2019

Schani’s Rooftop

Artikel lesen
Außenansicht des Hotel Schani Wien 12. Dezember 2019

Advent im Hotel Schani Wien

Artikel lesen
Frau trinkt Kaffee an Schani's Bar 17. Oktober 2019

Schani’s Kaffeehauskultur

Artikel lesen
Bootfahren an der Alten Donau 11. Mai 2021

Mediterran in Wien

Artikel lesen
Frühstücksbuffet im Hotel Schani Wien 7. Mai 2019

Schmankerl zum Frühstück

Artikel lesen
Paar in Pergola in Schani's Garten 29. Mai 2020

Unterwegs durch Wien nach Corona

Artikel lesen
Gastgeber Familie Komarek sitzen in der Lobby des Hotel Schani Wien 11. Juni 2021

Auf den Spuren der Familie Komarek

Artikel lesen
Frau beim Self Check-in in der Lobby im Hotel Schani Wien 29. Juni 2020

Smart Living

Artikel lesen
5. März 2021

Green Building

Artikel lesen
Wiener Zentralfriedhof 23. November 2020

Herbstmelancholie – was gibt es in Wien zu entdecken?

Artikel lesen
Frau sitzt am Fenster im Hotelzimmer im Hotel Schani Wien und schaut auf ihr Handy 2. Juli 2020

Salonfähig

Artikel lesen
Christbaum 11. Dezember 2020

Weihnachten in Syrien

Artikel lesen
Badnjak 30. November 2020

Weihnachten in Serbien

Artikel lesen
Smart Maisonette Zimmer im Hotel Schani Wien 26. Januar 2021

Home & Office Routinen im Hotel Schani Wien

Artikel lesen
Lobby im Hotel Schani Salon 22. August 2019

Jugend mit Stil

Artikel lesen
Wiener Museumsquartier im Sommer 11. Mai 2021

Frühlingsgefühle nach dem Lockdown

Artikel lesen