Es ist Samstagvormittag am Wiener Naschmarkt. Es riecht nach frischem Brot, Kaffee und Gewürzen. Während sich die einen mit einem Einkaufssackerl voller Gemüse und Käse schon auf den Heimweg machen, probieren andere sich noch durch verschieden Oliven-Sorten oder stöbern am Flohmarkt nach Schallplatten. Genauso vielfältig, wie die Produkte, die es hier gibt, ist auch der Naschmarkt selbst: er ist Lebensmittelmarkt, Treffpunkt, kulinarische Weltreise und Wiener Institution in einem. Und ganz nebenbei gibt es hier auch jede Menge Geschichte zu entdecken.
Schon seit 1774 werden an der Stelle des heutigen Naschmarkts Lebensmittel angeboten. Damals war der Markt noch als „Aschmarkt“ bekannt und vor allem für seine Milchprodukte berühmt. Mit der Zeit wurde das Angebot immer vielfältiger: Von Obst und Gemüse über Hülsenfrüchte und Nüsse bis hin zu Taubenfutter. Das Taubenfutter ist inzwischen verschwunden, die bunte Vielfalt an Lebensmitteln ist geblieben.
Mit dem wachsenden Angebot kam schließlich auch ein neuer Name: Aus dem Aschmarkt wurde der Naschmarkt – und wir finden, der passt doch viel besser! Denn schon im 18. Jahrhundert gab es hier exotische Köstlichkeiten wie kandierte Orangenschalen und Datteln zu entdecken. Es sind genau diese süßen Spezialitäten, die dem Markt seinen neuen Namen gegeben haben und ihn bis heute zu einem Ort machen, an dem gerne genascht wird.
Heute erstreckt sich der berühmteste Markt der Stadt über ca. 1,5 Kilometer entlang der Wienzeile. Zwischen dem Getreidemarkt und der Kettenbrücke liegt der Naschmarkt mitten in einer der schönsten Jugendstilkulissen Wiens.
„Wo soll ich anfangen?“ Diese Frage stellt sich bei jedem Naschmarkt Besuch. Wir empfehlen einfach loszugehen und sich treiben lassen. Ein bisschen umschauen, ein bisschen kosten und bloß nicht zu schnell satt zu werden, denn an jeder Ecke gibt es etwas Neues zu probieren:
Für Kristina, Hotel Manager im Hotel Schani Naschmarkt und im Hotel Schani Salon, fühlt sich jeder Besuch am Naschmarkt wie Urlaub an: „Das schöne ist, dass man gut und gerne einen ganzen Tag am Markt verbringen kann. Egal ob zum Frühstück, Abendessen, Afterwork Drinks oder Geburtstag feiern, am Naschmarkt ist immer tolle Stimmung.“
Für alle, die eines der vielen Lokal am Naschmarkt besuchen möchten, hat Kristina zwei Tipps. Man findet sie entweder im Café Do-An oder im Orient Occident: „Jedes Mal, wenn ich am Naschmarkt bin, bestelle ich eines von zwei Gerichten. Entweder den exotischen Salat im Do-An oder die Köfte im Orient Occident.“
Wer sich durch den Naschmarkt probiert und die Kuriositäten am Flohmarkt begutachtet hat, findet in der Gegend rund um den Naschmarkt eine der lebendigsten Nachbarschaften Wiens. In Mariahilf treffen kleine Boutiquen, Cafés und Restaurants auf die prächtigen Jugendstilhäuser entlang der Linken und Rechten Wienzeile. Auch zur bekanntesten Shopping-Meile der Stadt ist es von hier nicht mehr weit. Der Naschmarkt ist also nicht nur einer der sehenswertesten Orte der Stadt, sondern auch ein ziemlich guter Ausgangspunkt, um Wien zu Fuß zu erkunden. Die Highlights für einen Spaziergang durch die Nachbarschaft findest du in unserem Grätzel Guide.
Für alle, die das lebendige Grätzel rund um den Naschmarkt nicht nur besuchen, sondern ein bisschen länger erleben möchten, ist das Hotel Schani Naschmarkt der perfekte Ausgangspunkt. Inspiriert von der Geschichte und der bunten Vielfalt des 6. Bezirks haben wir hier einen lebendigen Treffpunkt geschaffen mit dem die Nachbarschaft rund um den Naschmarkt nicht nur zu einem Ausflugsziel, sondern auch zu einem Zuhause für ein paar Tage werden kann.
Unser heutiger Schani Schmäh passt natürlich perfekt zum Naschmarkt!
= ein kleiner Verkaufsstand, wie man ihn auf einem Wiener Markt findet
Fotos: © WienTourismus/Christian Stemper, WienTourismus/Paul Bauer, WienTourismus/JuliusHirthberger